Sonntag, 8. März 2009

Schreibt man Rinozeros mit H?

Ich leide seit einigen Wochen an der schrecklichen Wahnvorstellung die deutsche Sprache zu verlernen. Dann werde ich nachts schweissgebadet wach weil ich in meinem Traum naemlich mit h, Flussschiff mit doppel-s oder Suesswarenmessestand mit ae geschrieben habe.
Flasch jedenfalls.
Sarah Kuttner meinte einmal sehr treffend: "Sobald man nur eine neue Wohnung, ein neues Auto oder einen neuen Pettingpartner hat, ist man geneigt alles andere fuer unwichtig zu halten." Ich leide persoenlich sehr unter diese phenomaen und angesehen im letzten Jahr eigentlich alles neu fuer mich war, bleibt eben nicht viel Zeit fuer altes. Fuer Deutsch also, in diesem Fall. Nun war Orthographie bekanntlich noch nie meine Gold-Disziplien aber durch die Schule war ich wenigsten dann und wann gezwungen, mich darin zu ueben. Da ich jetzt aber meine gesammte Energie dazu verbrauche einigermassen akzeptable hollaendisch Texte zu schreiben geht mir diese Uebung voellig ab was zur Folge hat dass meine deutschen Saetze ungefaehr so elegant wie ein Rhinozeros und so chique wie Angela Merkels Frisur sind. Traurig das.
Deswegen habe ich kurzerhand diesen Blog wiederbelebt, umstrukturiert (um ein kreditkrisenwuerdiges Wort zu verwenden), aufpoliert und mit der neuen Funktion "Uebungs-und Testgelaende" versehen.

Apropos Uebungsgelaende: Ende Februar brannte eine amsterdammer Feuerwehreinheit zu uebungszwecken versehentlich ein Wohnhaus nieder . Hier gibts mehr Infos, auf Hollaendisch natuerlich.

Ich meinerseits kann mit meinen unschuldigen Fingeruebungen auf diesem Blog keinerlei Schaden anrichten und werde mich hier deshalb hoffentlich bald wieder in Selbstdisziplien und deutscher Orthographie ueben.
Also kuckt ma vorbei wenn ihr moechtet.

Samstag, 5. Januar 2008

2008

Hallo neues Jahr, hallo Freunde.
Ich bin umgezogen und so sieht`s da aus.

Ist ein wenig abgelegen aber ganz nett, ausserdem muss ich jetzt jeden Tag mit der Fähre hin und het, was ich einigermassen amüsant finde. Mein Zimmer ist auch ganz hübsch, Fotos davon gibts aufgrund chaotischer Zustände aber noch nicht.
Dafür gibt`s ein Foto von Tom Barman im Studie und das ist sehr erfreulich. Nicht dass es ein Foto gibt sondern dass er im Studio ist. Das nächste dEUS Album erscheint am 21. April, heisst "Vantage Point" und wird von mir schon sehnlichst erwartet.
Ansonsten gibt`s nicht viel neues, ich habe Ferien bis Anfang Februar und geniesse das auch.
Hier also der Tom und euch allen einen netten Gruss.

Sonntag, 18. November 2007

Mein Horizont erweitert sich. Hurra.


Fanfare Ciocarlia, das ist der Name einer rumänischen Brasband und einige meiner Stundienkollegen hatten beschlossen, dass man sein Leben nur halb gelebt habe, wenn man sie nie live gesehen hat. Nun ist Fanfare nicht wirklich meine Tasse Tee weil ich da gleich so was Guggemussig-ähnliches im Kopf habe. Das war meinen Freunden aber egal und da ich mein Leben prinzipiell ganz gerne ganz und nicht nur halb lebe kam es, dass ich am Samstag ziemlich überlgelaunt, weil müde und um 17 Euro ärmer, mit einem masslos überteuertem Bier in der Hand, im Paradiso (dazu ein andermal mehr) stand und davon überzeugt war dass mir zwei Stunden purer Zeit und Geldverschwendung bevor standen. Mein Eindruck wurde bestästatigt als die Band Mann für Mann die Bühne betrat. Dicke, schlecht angezogene Männer mit Schnurrbart und verbeulten Tubas. Sie sahen allesamt genau gleich aus, wie der Türke bei mir um die Ecke. Ich stand also mit gerunzelter Stirn und verschränkten Armen irgendwo am Rand und war fest entschlossen allen zu zeigen, was ich von dieser Veranstaltund hielt, als sie auf einmal zu spielen anfingen. Ich konnte es kaum glauben aber es war gut. Ich musste es mir schon nach dem ersten Song eingestehen, es klang einfach richtig gut. Ich stehe also tatsächlich auf rumänische Fanfare, wer hätte das gedacht? Beängstigend, sowas. Wer garantiert mir jetzt, dass ich mir nicht schon morgen niederländischen HC Techno (Auswahl hätte ich zu genüge), oder schlimmer noch James Blunt, auf den Ipod lade?

Samstag, 10. November 2007

Peanuts

Holländer essen eindeutig zu viel Erdnüsschen. Sie essen sie in allen nur denkbaren Variationen. Erdnussbutter (das ist ja noch normal......), Erdnusspoulet, Erdnusssuppe,..... sehr speziell, das. An sich schmeckt es ziemlich gut, aber wenn man Samstagsmorgens leicht verkatert in der Küche anfängt zuarbeiten, kann der Geruch doch einigermassen penetrant werden. Das ist dann wohl die unangenehme Nebenwirkung der Küchenarbeit in einer ehemaligen Kolonialmacht.
Und wenn ich doch schon mal am klagen bin, kann ich gleich zum Wetter übergehen. Seit drei Tagen herrscht hier Sturmwarnung. Die Dämme werden geschlossen, die Deiche verstärkt und bewacht. Vom Sturm selber habe ich noch nicht allzu viel bemerkt, nur beim Radfahren ist es übel, der Hertenstein is ein Witz dagegen!
So und jetzt genug gemault, es geht mir nämlich sehr gut. Die ersten Prüfungen sind absolviert und bestanden, die Kantine an der Uni ist gut und billig, die Leute sind toll (einige jedenfalls) und auch die Ausgangsmöglichkeiten sind in Ordnung (abgesehen vom Kino, Amsterdam ist eine Kinowüste, ehrlich. Sie drehen seit meiner Ankunft “das Leben der anderen” und fühlen sich deshalb schrecklich independent. Aber ich wollte eigentlich positiv sein....).
Das erste Quartal also ist erfolgreich überstanden und da die Anzahl der Vorlesungen im zweiten Quartal sehr viel geringer ist habe ich momentan ein ziemliches schoggileben.
Und während ich mein Leben geniesse, ist Holland schwer damit beschäftigt seine Sexualmoral aufzupimpen und sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass der flämische Teil von Belgien bald holländisch sein wird. Man darf daher gespannt sein, wie es weitergeht.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Schon gewusst.......?

"Petit Beurre" wird auf türkisch "pötibör" geschrieben, toll, nicht?
Falls übrigens jemand plant, mich mal zu besuchen, dann tut der das besser JETZT!
Ich wohne nämlich derzeit in der Wohnung meines Vermieters weil der einen Monat weg ist und meint, seine Katze könne nicht einschlafen wenn sie alleine sei. Ich habe also tatsächlich eine Wohnung, mit eigener Toilette, Dusche, Küche, 2 Vögeln, einer Katze, einem Cheminee voll mit DVDs (alle tschechisch), einem Altar mit christlich-orthodoxem Kitsch, einem Regal mit buddistischen Nettigkeiten und unzählig vielem kommunistischem Kleinkram. Man fühlt sich wie in einem Ramschladen, äusserst amüsant, das.
Wie dem auch sei, soviel Komfort werde ich wohl kaum je wieder bieten können, schlagt also zu! (Dies ist ein zeitliches Angebot und kann nur bis 12 Nov. 2007 in Anspruch genommen werden.)

Mittwoch, 26. September 2007

Back to the Schwachsinn

Yves Behauptung, ich hätte keine Zeit für meine Freunde ist selbstverständlich absurd, völlig haltlos und komplett aus der Luft gegriffen, trotzdem möchte ich ihm an dieser Stelle für seinen Beitrag danken.
Danke, Yves.
So.
Aber wenn sie doch Zeit hat, warum schreibt sie denn nie? Wird sich der aufmerksame Leser jetzt vielleicht fragen.
Nun, das ist im Prinzip ganz eifach.
Ursprünglich war dieser Blog für eine sehr überschaubare Anzahl enger Freunde gedacht, (Nein, das stimmt nicht, dieser Blog ist das Resultat purer Langeweile, vielleicht teils vermischt mit etwas Geltungssucht oder so) daher wusste ausser mir und ein, zwei Eingeweihten keiner von der Existenz dieses Blogs und zwar aus dem simplen Grund, dass er im Grunde Müll ist. Die Beiträge sind voller Orthographiefehler und die Texte sind in etwa so spannend wie der Klappentext eines Fat-free-kochbuches. Purer Müll, uninteressantes Gebrabbel.
Soweit so nutzlos.
Mit meiner Emigration (nein, es war natürlich keine Emigration, mir fällt nur kein passenderes Wort ein) hat sich die Situation aber drastisch geändert und ehe ich mich versah, waren unheimlich viele Tanten und Nachbarn und Nachbarn der Nachbarn in mein kleines Schwachsinnsblog-Geheimnis eingeweiht. Da konnte ich doch unmöglich weiterhin irgendwelchen sinnfreien Gedankenschrott posten, der dazu noch nichtmal grammatikalisch korrekt ist. Ich stellte mir also die folgende Regeln auf:
1) Schluss mit uninteressantem Bullshit.
2) Schluss mit Wörtern wie "suprig".
3) Erst denken, dann schreiben. Danach nochmal lesen und dann (und wirklich erst DANN) posten.
Ergo: Nur noch Texte veröffentlichen, die ich selber auch lesen würde.
Diese Selbstzensur hatte die drastische Folge, dass ich auf einmal gar keinen Text mehr posten konnte. Das ist auch wieder suboptimal, denn, wenn hier keine Texte mehr stehen wird bald keiner mehr herkommen und die Schweiz wird mich vergessen. Das ist nicht mein Ziel. Ab sofort werde ich meine Regeln deshalb wieder ignorieren.
Symbolisch für den lächerlichn Schwachsinn, der hier also künftig zu finden sein wird, hier ein lächerlich schwachsinnig gepimptes Fahrrad, dem ich kürzlich per Zufall begenet bin.Sehr schön.

Dienstag, 18. September 2007

Unser heutiger Gastautor: Yves Stettler

Leider hat Steffi keine Zeit für euch Freunde, darum nötigt sie mich, euch bei der Stange zu halten. Meine Wenigkeit ist gerade auf Besuch bei Steffi. Amsterdam hat sich leider gar nicht die Mühe gemacht mich warm zu empfangen. Den ersten Tag lang hat es nur genieselt und es sieht so aus als wird sie mich morgen regelrecht rausspühlen. Aber mit dem CNL habe ich eher Sorgen ob mir es mein Rücken je verzeihen wird das ich wieder nur Liegesessel gebucht habe. Aber weil das ihr Blog ist interessiert euch nicht meine Geschichte sondern ihre, und um von meiner Geschichte abzulenken mal ein wichtiges Bild:

Steffis Zimmer Türsicht. Nein, sie hat kein Geschirrspüler dafür zwei Kaffeemaschinen. Ja, das ist wichtiger

Wenn ihr denkt ich habe extra die aufgeräumte Seite Fotografiert und ihr sonst normaler Teppichbelag extra auf die andere Seite geschoben, dann will ich das mit dem zweiten Bild gleich widerlegen:


Steffis Zimmer Fenstersicht. Oh, man sieht den Boden ja gar nicht, aber mit so einer aufgeräumten Wand lässt sich gut auf den Boden schliessen.
Wenn wir gerade dabei sind mit alten Vorurteilen aufzuräumen noch mal ein wichtiges Bild:

Diese Papiere sind wider erwarten nicht Bilder von Ruderer mit Dreieck-Rücken und auch keine Wegbeschreibungen zu Parties und Clubs sondern von der Uni legalisierter Lesestoff der bis morgen gelesen werden muss (alles hat sich denn nun doch nicht geändert).
Für die die Amsterdam nicht kennen noch ein Bild wo überraschenderweise keine Velos drauf sind:

Das wars von mir, hoffentlich das nächste Mal wieder von Steffi. Doei Yves